Arthrose

 

Arthose tritt nicht nur in den großen Gelenken, wie dem Hüft-, Schulter- und Kniegelenk auf, sie befällt auch häufig die kleinen Gelenke der Hand.

Fingergelenkarthrose
Besonders häufig befällt die Arthrose die kleinen Endgelenke der Finger. Die feinen Gelenke zeigen dann typische Verformungen und Knötchenbildungen. Meist beginnen die Verschleißerscheinungen am Zeige- und Mittelfinger, selten am kleinen Finger. Der medizinische Fachausdruck für eine an den Fingerendgelenken auftretende Verschleißerscheinung lautet Heberdén-Knötchen oder auch Heberdén-Arthrose.

Fingermittelgelenkarthrose
An den Fingermittelgelenken auftretend heißt die Erkrankung Bochard-Arthrose. Diese Arthroseformen treten besonders häufig bei Frauen auf. Zu Beginn äußert sich die Arthrose mit Schmerzen. Häufig besteht auch eine Morgensteifigkeit. Diese verschwindet allerdings nach spätestens 30 Minuten. In der Regel sind bei einer Finger gelenkarthrose die Finger besonders kälteempfindlich. Im fortgeschrittenen Stadium können die Endgelenke in einer Beugestellung sogar "einrosten".

Handgelenkarthrose
Die dritthäufigste Arthroseform der Hand findet sich am Handgelenk. Sie kann Spätfolge eines Unfalls, Sturzes oder anderer Verletzungen sein. Da das Handgelenk von einer Vielzahl von Knochen und kleinen Gelenken zwischen den Handwurzelknochen gebildet wird, kann auch die Arthrose vielfältige Formen haben. Oft ist nicht das Gesamtgelenk, sondern nur ein kleinerer Bereich betroffen.

Arthrose des Daumensattelgelenkes (Rhizarthrose)
Ein Beispiel für die Arthrose in einem Bereich des Handgelenkes ist die Rhizarthrose. Im Gelenk an der Daumenwurzel, das wegen seiner Form Sattelgelenk genannt wird, werden die wichtigsten Bewegungen des Daumens ausgeführt. Das Gegenüberstellen des Daumens gegen die Finger und das Abspreizen sowie das Berühren der Daumenkuppe mit den Fingerkuppen wird hier ermöglicht. Aufgrund der großen Bewegungsfreiheit und der hohen Belastung beim Greifen entwickelt sich hier nicht selten im Laufe des Lebens eine Arthrose. Eine Veranlagung spielt eine wichtige Rolle, Frauen sind öfters betroffen als Männer.

Therapie
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten um die Schmerzen zu lindern. Sinnvollerweiser erfolgt die Therapie nach einem Stufenplan.
• Konservative Behandlung mittels Bandagen, Gymnastik, Medikamenten
• Injektionen mit Hyaluronsäure: Eine Injektion zwischen die Knochen gesetzt, ersetzt sozusagen die Gelenkschmiere und damit lassen auch die Schmerzen nach.
• Ein nuklearmedizinisches Verfahren (Radiosynoviorthese RSO). Eine radioaktive Substanz wird direkt in die schmerzhaft geschwollenen und bewegungs eingeschränkten Gelenke gespritzt. Eine Methode, die auch bei Gelenkrheuma und anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen helfen kann.
• Operation

Röntgenaufnahme - Fingergelenkarthrose