Dupuytren-Kontraktur

 

Die Dupuytrensche Kontraktur ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Hohlhand. Die Krankheit ist nach dem französischen Chirurgen Baron Guillaume Dupuytren benannt

Durch Knoten- und Strangbildung in der Hohlhand mit Übergreifen auf die Finger kann es durch einen narbenähnlichen Zug zu einer Beugestellung einzelner oder mehrerer Finger kommen. Bei deutlicher Einschränkung der Handfunktion ist eine operative Behandlung gerechtfertigt.

Beschwerden
Bei der Dupuytrenschen Kontraktur sind bestimmte Gewebestrukturen in der Hohlhand sowie an den Beugeseiten der Finger befallen. Erste Zeichen können Einziehungen der Haut sowie derbe Knoten in der Hohlhand sein. Später sind überwiegend längs verlaufende dicke Stränge bis in die Finger nachzuweisen. Klein- und Ringfinger sind am häufigsten, Daumen und Zeigefinger selten befallen. Diese Stränge verursachen eine Einkrümmung der Finger, zunächst im Fingergrundgelenk, dann zusätzlich im Mittelgelenk und möglicherweise auch eine Überstreckung im Endgelenk. Nerven- und Blutgefäße der Finger sind massiv vom befallenen Bindegewebe umwachsen, aber selten in ihrer Funktion beeinträchtigt. Schmerzen sind selten, ursächlich sind dann mechanische Belastung oder die Gelenkeinsteifung im fortgeschrittenen Stadium. Die Erkrankung schreitet gewöhnlich langsam voran. Perioden von Stillstand und schnellerem Wachstum können sich abwechseln. Einmal vorhandene Knoten und Stränge mit Fingereinkrümmung bilden sich nicht zurück.

Dupuytren-Kontraktur

Diagnostik
Die Erkrankung kann aufgrund der typischen Veränderungen einfach diagnostiziert werden. Zu Beginn der Erkrankung müssen andere Gewebeneubildungen (gut - oder bösartiger Tumor) oder Bandverengungen (schnellender Finger) bedacht werden. Es zeigen sich oft zuerst Hauteinziehungen und Knoten in der Hohlhandbeugefurche.

Therapie
Die Dupuytrensche Erkrankung hat eine hohe Rezidivrate. Bei geringer und nahezu gleichbleibender Ausprägung über Jahre bedarf es keiner speziellen Behandlungsmaßnahmen. Operative Maßnahmen sind bei raschem Fortschreiten mit ausgeprägtem Befund und dadurch funktioneller Beeinträchtigung der Hand angezeigt. Über geeignete Hautschnitte in der Hohlhand wird das veränderte Bindegewebe freigelegt und entfernt. Der Eingriff sollte mit Vergrößerungstechnik (Lupenbrille) vorgenommen werden, um Blutgefäße und Nerven sicher zu schonen. Zum Verschluß der Haut ist gelegentlich eine Hautlappenplastik erforderlich.