Schleimbeutelentzündung

 

Schleimbeutel sind in der Regel nicht zu tastende, an einen leeren Luftballon erinnernde Strukturen auf den Streckseiten von großen Gelenken. Sie vereinfachen das Gleiten der an diesen Stellen sehr mobilen Weichteilstrukturen auf der jeweiligen Unterlage. Insbesondere durch einen direkten Schlag oder Anprall, aber auch durch häufiges Arbeiten im Knien, kann es zu einer Entzündung des vor der Kniescheibe liegenden Schleimbeutels kommen (Bursitis präpatellaris).

Die Diagnose einer Schleimbeutelentzündung wird durch die Untersuchung gestellt; ergänzend kann eine Röntgenuntersuchung notwendig sein, sowie im Einzelfall eine Kernspintomografie oder Sonografie.

Die Therapie ist zunächst konservativ, d.h. ohne Operation. In der akuten Phase erfolgt die Behandlung mit Schonung, Kühlen, Kompressionsverband, Hochlagern, ggf. ist auch eine Ruhigstellung mittels Schiene oder Gipsverband erforderlich. Ergänzend werden entzündungshemmende Schmerzmittel, je nach Befund auch Antibiotika eingenommen. Der Erguss im Schleimbeutel kann mit einer Nadel punktiert werden, zusätzlich kann hierbei auch eine geringe Cortisonmenge zur Entzündungsdämpfung injiziert werden. In den meisten Fällen gelingt es, mit diesen Maßnahmen die Entzündung auszuheilen.

Führt die konservative Therapie nicht zum Erfolg, muss der gesamte Schleimbeutel in einer offenen oder minimalinvasiven Operation entfernt werden.