Sehnenreizung / Patellaspitzensyndrom

 

Dieses auch als Jumpers Knee (Springerknie) bezeichnete Krankheitsbild wird durch Überbelastung der Kniescheibensehne durch intensive Zugbeanspruchung ausgelöst. Diese treten insbesondere bei Sprungsportarten wie Hochsprung, Weitsprung, Volley - und Basketball, aber auch beim Jogging und Tennis auf.
Typischerweise werden unter Belastung Schmerzen an der unteren Spitze der Kniescheibe (Patella) beklagt. Diese können je nach Schwere der Erkrankung nur in der Aufwärmphase, unter Belastung oder als Ruheschmerz auftreten.

Die Diagnose wird neben der typischen Vorgeschichte und einer genauen Untersuchung mit Hilfe von Ultraschall, Röntgen oder Kernspintomografie gestellt.

Die Therapie des Patellaspitzensyndroms erfolgt überwiegend konservativ (nicht operativ) mit lokal entzündungshemmenden Maßnahmen, Krankengymnastik, Orthesen, Elektrotherapie Tapeverbänden, Friktionsmassagen und Stoßwellentherapie. In hartnäckigen Fällen helfen die zeitlich begrenzte Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten oder lokale Infiltrationen. Begleitend sollte eine Beratung über die Änderung des Trainingsprogrammes, Dehnungsübungen und ggf. Sportpausen erfolgen.

Die Operation des Patellaspitzensyndroms ist meist nur in Ausnahmefällen nach mehrmonatiger erfolgloser konservativer Behandlung erforderlich. Hierbei wird der veränderte Teil des Sehnengewebes abgetragen bzw. denerviert und die Sehne an der Patellaspitze abgelöst sowie das Sehnengleitgewebe teilweise entfernt.

Digitales Roentgen - Bild