Minimalinvasive Wirbelsäulenchirurgie

 

Sacralblock (caudale Peridualanästhesie)

Zur Behandlung von akuten Schmerzen aufgrund eines Bandscheibenvorfalls im LWS Bereich, chronifizierten Schmerzen nach Bandscheibenvorfällen oder Bandscheibenoperationen im LWS Bereich und Beschwerden durch Engstellen im Spinalkanal (Spinalkanalstenosen) im LWS Bereich.
Bei diesem minimalinvasivem Eingriff wird unter Röntgenkontrolle eine Sonde nach Punktion durch die Haut in die untere Öffnung des Kreuzbeins eingeführt, um eine gezielte Verabreichung von schmerzstillenden und entzündungs hemmenden Medikamenten über den Kreuzbeinkanal hin zur betroffenen Nervenwurzel zu erzielen - damit eine Schmerzlinderung und Entzündungs hemmung eintreten kann.
Es empfiehlt sich zur Verstärkung der Wirkung einen Sacralblock im Abstand von ca. 2 Wochen zu wiederholen. Die Behandlung kann ambulant durchgeführt werden.

Thermakogulation der Wirbelsäule

Thermokoagulation der Wirbelgelenke (Facettendenervierung)

Zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen (LWS) oder Nackenschmerzen (HWS), die durch die Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Spondylarthrose) hervorgerufen werden.
Bei diesem minimalinvasivem Eingriff wird unter Röntgenkontrolle eine Sonde nach Punktion durch die Haut gezielt auf die betroffenen Facettengelenke platziert. Nachfolgend werden nach Durchführung elektrischer Sicherheits tests zur Nervenstimulation und Verabreichung von schmerzstillenden und entzündungs­hemmenden Medikamenten punktgenau die betroffenen Nervenbahnen durch eine Erhitzung auf 80 °C unterbrochen, was im Idealfall zu einer Schmerzau s schaltung dieser Ursache für bis zu 2 Jahre führen kann.
Da es zu einer Regeneration der verödeten Nervenbahnen kommt, ist durch die natürliche „Heilung“ ein erneutes Auftreten der Schmerzen möglich. Diese Heilung der Nervenbahnen verläuft bei jedem Patienten unterschiedlich schnell (3 Monate – 2 Jahre).
Ein mehrfaches Veröden der Wirbelgelenksnerven ist problemlos möglich.
Die Behandlung kann in der Regel ambulant durchgeführt werden.

Nukleoplastie

Zur Behandlung von Bandscheibenvorwölbung und daraus resultierenden Schmerzen der Bandscheibe oder ausstrahlenden Nervenschmerzen (radikuläre Schmerzen / Ischias Schmerzen).
Dieses Verfahren ist nach Abklärung der Wirbelsäule mittels MRT Diagnostik und strenger Indikationsstellung nach unwirksamer konservativer Therapie bei Band scheibenvorwölbungen mit noch intakter äußerer Hülle der Bandscheibe möglich
Bei diesem minimalinvasivem Eingriff wird unter Röntgenkontrolle eine Sonde nach Punktion durch die Haut in die betroffene Bandscheibe eingeführt, um eine Druckentlastung im Inneren der Bandscheibe durch Molekülspaltung (Coblation) zu erreichen.
Ebenfalls werden Maßnahmen zur Überwachung und Aufrechterhaltung wichtiger Körperfunktionen (Herz, Kreislauf, Atmung) und zur bedarfsgerechten Schmerztherapie (Analgosedierung) durch einen Narkosearzt (Stand-by) durchgeführt.
Der Eingriff ist ambulant oder ggf. kurzstationär durchführbar.